Florenburgschule - 23.Februar 2010

Eigentlich hatte ich das Projektbuch an eine
Nachbarin weitergegeben. Wie kommt es nun, dass ich heute 27 Kinder der
Grundschule Florenburg besuchte, um das Buch wieder in Empfang zu
nehmen? Zu meiner großen Überraschung und Freude wanderte es von Nichten
zu Neffen, von Nachbar zu Nachbar, zu deren Kindern und Freunden, machte
Rast in einem Kindergarten, um anschließend von einer Schule in die
nächste weitergereicht zu werden. Huiii!
So fand ich mich also heute Morgen um 7.50 Uhr in
der Florenburgschule Hilchenbach vielen lebhaften kleinen Personen und
ihren großen Persönlichkeiten gegenüber, begleitet und geleitet von
ihrer Lehrerin Frau Lagemann, die mich einlud, persönlich das Buch
abzuholen, um mit den Schülern zu sprechen.
Was folgte, war ein toller Morgen!
Wir unterhielten uns zunächst im Klassenzimmer über
die Organisation
Maiti Nepal, deren Projekt
Initiative Hope, welches wiederum durch die Bücher der
Initiative Hoffnung unterstützt
wird. Wir sprachen über Nepal selbst, die Welt als Familie im Ganzen,
über Verantwortung und Dankbarkeit, über das Glück der Geborgenheit,
über „ein Zuhause haben“, über Armut und die Folgen, letztendlich über
die Mädchen in Nepal, die ausgenutzt wurden, krank sind, auf Medikamente
und Fürsorge angewiesen und die aus ihrem „Zuhause“ herausgerissen
wurden.
Kurzerhand zogen wir vom Klassenraum um, so konnte
ich in einem geeigneten Raum unserer Runde eine Powerpoint-Präsentation
zeigen. (Ein Volltreffer waren zum Thema „Verantwortung“ die
Haustier-Bilder von dem Hasen und dem Katerchen von Nachbarn aus meinem
Ort…Danke „Snickers“, Danke „Piccolino“, die ihr da Paten standet)
Frau Lagemann unterstützte nicht nur tatkräftig
die Präsentation am Laptop, sondern spendete für die gemalten Bilder
jeweils 1 Euro, sozusagen als Geburtstags-Aktion für sich selbst. Was
für ein Geschenk! „Danke, Frau Lagemann, für dieses tolle, anrührende
Geburtstagsgeschenk, das Sie nicht nur sich selbst gemacht haben.“
Aber damit nicht genug: Als die Stunde zum
Schulunterricht rief, schloss sie die heutige Aktion mit der Frage an
die Kinder, ob diese nochmals, jetzt mit dem Hintergrundwissen des
heutigen Morgens, für die Mädchen in Nepal malen wollten – und sogar
selbst, je nach Herzenswunsch; mehr oder weniger Geld für die
Medikamente spenden wollten!?
Mit dem „Hurra, ja, das wollen wir!!!“ im Ohr
verließ ich das Schulgebäude, den Blick auf Hilchenbach gerichtet,
meiner Heimat, meinem Zuhause.
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